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Es zeigt 3 Bildmotive: Unten den ErdenGlobus. Auf ihm steht ein krähender Hahn, umgeben von einem durch 12 fünfzackige Sterne gebildeten Kranz. Wie hängen diese Motive zusammen, wofür stehen sie als Symbole und was ist die Botschaft des Ganzen?

1. Der Sternenkranz mit den von links das Bild flankierenden blauen Farbstreifen ist als Motiv vom hoheitlichen Element der Europäischen Union, ihrer Flagge, übernommen. Exoterisch ist damit das gemeinsame Haus Europa als der politisch sich vereinigende Kontinent mit seiner gesamten geschichtlichen Entwicklung angesprochen - in seiner Besonderheit gegenüber den vier anderen Kontinenten. Esoterisch ist damit auf Europa und seinen Sternenmythos hingewiesen, auf den wir zu gegebener Zeit eingehen werden [auch die Entstehungsgeschichte zum Symbol der EU in der Entwicklung ihrer Institutionalisierung nach dem 2. Weltkrieg betreffend].

2. Wenn im unteren Bereich des Motives der Globus erscheint, so will das sagen, dass Europa einerseits auf dem gesamten Naturzusammenhang mit all seinen Wesen, Stoffen und Kräften, andererseits aber auch auf dem die ganze Menschheit beheimatenden sozialen Ort aufbaut. Und dass daraus für Europa die Verpflichtung entsteht, mit seinen spezifischen - eben europäischen - Begabungen und Fähigkeiten zum einen die natürlichen Gegebenheiten zu achten, zu schützen und zu bewahren und zum andern seiner sozialen Verantwortung für das Menschheitsganze im Sinne eines Gebens und Nehmens - im Bewusstsein einer weiten Zukunftsperspektive - gerecht zu werden.

3. In die unmittelbare Gegenwart führt uns der Hahn in der Mitte des Bildes. Seine Geste ist die der Verkündigung einer - wie es scheint - »wichtigen Botschaft«, mit welcher er nicht hinter dem Berg halten, sondern sie allen kundtun will.

Wenn man sich aufmacht zu erfahren, welche Bedeutung diesem Wesen und seiner ihm so eigenen Artikulation zukommen könnte, findet man z. B. in der Wikipedia folgende Auskunft:

»Der Hahn«, heißt es da, sei »das Symbol für Kampflust und Kampfbereitschaft, auch der Wachsamkeit und des Sonnenaufganges. Er war der Pallas Athene, dem Ares, Hermes, Apollon, dem Äskulap, der Demeter und Perse­phone heilig. Römern galt er als Symbol für die Hauswächter. Den Syrern galt der Hahn als Symbol des Feuer­gottes und der Sonne. Bei den Juden war er der Sündenbock. In der nordischen Mythologie wecken z.B. 2 Hähne die Helden in Odins und die Mächte in Hels Sälen. Auf altchristl. Grabsteinen und Sarkophagen erscheint der Hahn als Verkünder des [Jüngsten] Tages. In einer anderen Religion verscheucht er den Spuk der Unholde und Durandus erklärt ihn als Nachtverscheucher, Prediger und Erwecker vom Schlaf. Er lässt ihn auf Kirchen setzen. Im Volks­glauben spielt er somit eine bedeutende Rolle. Beispiel: Wird ein kohlrabenschwarzer Hahn 7 Jahre alt, so legt er ein Ei, aus dem ein Drache entsteht. Der Patron der Hähne ist St. Gallus; manchmal auch St. Veit. Petrus mit Hahn ist der Schutzpatron der Uhrmacher

Quelle

Nun mag man sich von all diesem dasjenige herausgreifen, was man als Anregung interessant findet und mit dem politischen Projekt in Verbindung bringen möchte, um das es sich an dieser Stelle handelt. Mit dem, was man bei Wikipedia gleich anschließend außerdem findet, kommen wir in medias res zu dem, worum es hier expressis verbis geht: um die Demokratie im Hinblick auf den Kern, das Wesen der Sache in heutiger Zeit!

Da erfahren wir zunächst von dem historischen Aspekt, den wir in der GründungsErklärung der Initiative auch angesprochen haben mit dem → Hinweis auf das Jahr 1789 als das Jahr des Ausbruches der Französischen Revolution. Bei Wikipedia begegnet uns dabei der Hahn folgendermaßen:

Er gelte »unter anderem als Symbol von Frankreich.« Sein Ursprung sei nicht eindeutig, da kein Nachweis auf alten Münzen und Grabsteinen usw. zu finden sei. »Man nimmt an, dass der Gallische Hahn aus der Doppelsinnigkeit des lat. Wortes Gallen (d.i. Hahn und zugleich Gallier) entstanden ist. In der Revolution 1789 war der Hahn auf den Heeresfahnen, statt der Insignien des bourbonischen Königtums. Napoleon I. ersetzte ihn durch den Adler, den aber die Regierung der Restaurationsperiode wieder abschaffte. Nach der Julirevolution wurde der Hahn wieder in die Fahnen aufgenommen. 1852 wurde er abermals durch den Adler ersetzt.«

Man sieht: Es kommt hier im Gang der Geschichte eine gewisse Ambivalenz ins Spiel. Wie beim Schicksal der Demokratie im Hinblick auf die Souveränitätsfrage auch. Mal Zuwendung, mal Abwendung. Unentschiedenheit. Unklarheit, mit dem Impuls wesensgemäß umzugehen.

Was daher rührt, dass das Phänomen der Souveränität eine BewusstseinsEntwicklungsfrage ist, etwas, was der Mensch nicht per Knopfdruck einschalten kann, um es dann bleibend zu »besitzen«, sondern das er erlernen, sich erwerben, sich geistig »einverleiben« muss.

4. Die Initiative Impuls21 ist nun der Auffassung, dass in den Jahren des Überganges vom 20. zum 21. Jahrhundert die Bewusstseinsentwicklung aus den historischen Erfahrungen der zurückliegenden 200 Jahre dahin geführt hat, dass man die Wahrnehmung machen kann: Jetzt ist die Zeit reif, die Revolution von 1789 jedenfalls in diesem einen Kardinalpunkt zu vollenden und nicht zuletzt durch den erreichten Stand des europäischen Integrationsprozesses in der Europäischen Union die Demokratie konsequent zu begründen durch die Erkenntnis und Anerkenntnis der Souveränität ihrer Bürgerschaft in der Gestalt, wie es im Projekt der 333-Tage-Aktion in Angriff genommen ist.

Das ist die Botschaft, die uns der »gallische Hahn« im Kreis der Mitgliedsländer der Europäischen Union zuruft, als die Botschaft jenes »Sonnenaufganges«, von dem der deutsche Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel ganz am Schluss seiner »Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte« in seinem Todesjahr 1831 in Berlin als über dessen erste Morgenröte der mit der Französischen Revolution heraufkommenden neuen MenschheitsEpoche sagte:

»Das ganze System des Staats erschien als Eine Ungerechtigkeit. Die Veränderung war notwendig gewaltsam, weil die Umgestaltung nicht von der Regierung vorgenommen wurde. Von der Regierung aber wurde sie nicht vorgenommen, weil der Hof, die Clerisei, der Adel, die Parlamente selbst ihren Besitz der Privilegien weder um der Noth, noch um des an und für sich seyenden Rechtes willen aufgeben wollten, weil die Regierung ferner als concreter Mittelpunkt der Staatsmacht, nicht die abstracten Einzelwillen zum Princip nehmen und von diesen aus den Staat reconstruieren konnte, und endlich weil sie eine katholische war, also der Begriff der Freiheit, die Vernunft der Gesetze, nicht als letzte absolute Verbindlichkeit galt, da das Heilige und das religiöse Gewissen davon getrennt sind. Der Gedanke, der Begriff des Rechts machte sich mit einemmale geltend, und dagegen konnte das alte Gerüste des Unrechts keinen Widerstand leisten. Im Gedanken des Rechts ist also jetzt eine Verfassung errichtet worden, und auf diesem Grunde sollte nunmehr Alles basirt seyn. So lange die Sonne am Firmament steht und die Planeten um sie herum kreisen, war das nicht gesehen worden, dass der Mensch sich auf den Kopf, das ist auf den Gedanken stellt, und die Wirklichkeit nach diesem erbaut. Anaxagoras hatte zuerst gesagt, dass die Vernunft die Welt regiert; nun aber ist der Mensch dazu gekommen zu erkennen, dass der Gedanke die geistige Welt regieren solle. Es war dieses somit ein herrlicher Sonnenaufgang. Alle denkenden Wesen haben diese Epoche mitgefeiert. Eine erhabene Rührung hat in jener Zeit geherrscht, ein Enthusiasmus des Geistes hat die Welt durchschauert, als sey es zur wirklichen Versöhnung des Göttlichen mit der Welt nun erst gekommen.«

[G. W. F. Hegel, Sämtliche Werke, Bd. 11, S. 557 f. Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie, hrsg. von Hermann Glockner, Jubiläumsausgabe 1837/1961]

Nun, 200 Jahre später, ist’s an der Zeit, dass der Tag sich hellt, die Sonne zum Zenit aufsteigt und die Rechtsgemeinschaft sich zum aufrechten Gang entschließt, um Kraft ihrer Souveränität sich zum Subjekt ihres politischen Schicksals und damit zur letzten Autorität über die Quelle des Rechts im sozialen Organismus zu bestimmen. Das ist die Idee des Gemeinwillens, die der EBB-Impuls mit dem >> Begriff des Popularvorbehalts  in seinem Vorschlag für den BürgerschaftsEntscheid im Juni 2009 zur zeitgeschichtlichen Tat werden lassen möchte. Das kündet der Hahn, für Europa und die Welt.