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II. Was muss und kann getan werden, um das Ziel zu erreichen?

1. Wenn man erkannt hat, dass die in den angeführten Dokumenten gegebene Beschreibung des Problems und auch die darauf entwickelte Antwort richtig ist, dann geht es im nächsten Schritt darum, was wir gemeinsam tun müssen. Denn das Subjekt, das handlungsfähig werden können muss, ist ja die ganze Rechtsgemeinschaft des Gemeinwesens EU - also ein »kollektives Wesen« [wie es >> Goethe im Gespräch mit Eckermann über Mirabeau nennt, von dem er sagt, die Franzosen würden ihn »als ihren Herkules erblicken«, in diesem aber müsse man ein »kollektives Wesen« erkennen].

Dieses Wesen wird nur dann seiner Natur geboren und in die Welt gestellt, wenn es durch seine eigene Initiative, durch seinen Willensakt geschieht. Die BürgerschaftsSouveränität kann wesensgemäß und dauerhaft nur durch die legitime SouveränitätsInstanz in Erscheinung treten - oder sie wird immer gefährdet sein, Rückschläge erleiden, wie das wegen noch unsachgemäßer Konstituierung der Volkssouveränität nach 1789 bis auf die heutige Zeit immer wieder mit schrecklichen Folgen - man denke nur an das 20. Jahrhundert - geschehen ist.

Diesem WillensAkt auf die richtige Art zur Geburt zu verhelfen: das ist die Aufgabe des Projektes Europäische BürgerschaftsBewegung. Sie hat also die HebammenFunktion. Und als solche wird sie ihre Aufgabe - nämlich von heute aus gerechnet in 333 Tagen, also zwischen dem 4. und 7. Juni 2009, dem für die Wahl zum Parlament der EU vorgesehenen Zeitraum - nur optimal gestalten können, wenn sich in der verbleibenden Zeit alle, die das hier vorgestellte Ziel in ihrem Denken als das heute Notwendige erkannt haben, auch mit ihrem Herzen und der Kraft ihres Willens solidarisch verbinden.

2. The time is over - die Zeit ist abgelaufen, in der die Menschen noch von ihren Regenten untertänigst dies und jenes gefordert haben, sie, die Regenten, mögen es ihm, dem Volk, doch gnädigst gewähren. Das ist ein subalternes Verhältnis gegenüber einer Obrigkeit, die mit dem Wesen des Demokratischen nicht vereinbar ist. Auch wenn die Regenten heute die vom Volk gewählten sein mögen: Es ist das alte Herrschaftsverhältnis, das sich durch das Parteiensystem lediglich hinter einem dichten Nebel versteckt. Doch es ist im Kern dasselbe Verhältnis geblieben.

Nicht der Parlamentarismus an sich ist das Problem, sondern der Parlamentarismus ohne sachgemäß funktionierenden >> Popularvorbehalt.

Deshalb muss unsere realpolitische Antwort auf diese Gegebenheit diejenige sein, dass wir jetzt für das Ziel der grundlegenden Demokratisierung der EU im hier dargestellten Verständnis den Vorgang selbst in die Hand nehmen. Und dergestalt einen Ausgangspunkt setzen auf dem Weg zum BürgerschaftsEntscheid, dass wir selbstbestimmt - souverän - damit beginnen, uns frei und demokratisch als eine solche Bürgerschaft zu konstituieren und dann mit dem beschließenden Akt im Juni 2009 nur noch die formelle »staatlich offizielle« Signatur hinzufügen müssen.

Dafür brauchen wir zwei gemeinsame -individuell-kollektive, kollektiv-indivi­duelle - GestaltungsElemente:

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Weiter im Text >> Die zwei strategische Elemente: Willensbekundung und Pass